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Übersicht

Ver.di Bildung und Beratung gGmbH (ver.di b+b) ist ein gewerkschaftlicher Bildungsträger, der sich auf Weiterbildungen für gesetzliche Interessenvertretungen spezialisiert hat. Die Schulungen werden hauptsächlich von ehrenamtlichen und freiberuflichen Referent*innen (auch „Teamende“ genannt) durchgeführt – bis 2020 ausschließlich als Präsenzveranstaltungen. Das bedeutet, dass die Teamenden nur begrenzte Erfahrungen mit digitalen Lern- und Arbeitsumgebungen haben. Aufgrund der zunehmenden Digitalisierung benötigen die Teamenden jedoch neue Kompetenzen, um in digitalen Lernumgebungen erfolgreich zu sein.

Der Prototyp „Teamendenportal“ wurde entwickelt, um diesen Bedarf zu decken und den Teamenden eine digitale Umgebung zu bieten, die eine effektive Kommunikation, Zusammenarbeit und Kollaboration untereinander und mit dem Bildungsträger ermöglicht.

Ausgangslage

Die Analyse der Zielgruppe der gesetzlichen Interessenvertretungen und die Anforderungen an ver.di b+b durch die fortschreitende Digitalisierung zeigten, dass es notwendig ist, digital unterstützte, zeitgemäße Lernangebote zu entwickeln. Das kann aber nur mit digital kompetent agierenden Teamenden gelingen. Die Herausforderungen an Teamende von digitalen Lernsettings sind groß – es geht noch mehr um einen Wandel hin zur Rolle einer Lernbegleitung. Aufgrund der bisherigen Angebotsstruktur haben Teamende von ver.di b+b wenige Erfahrungen mit digitalen Lern- und Arbeitsumgebungen. Es stellte sich für ver.di b+b die Frage, wie der Bildungsträger die Teamenden in ihrer Entwicklung unterstützen kann.

Herangehensweise

Der Prototyp „Teamendenportal“ wurde nach der Vorgehensweise des Design-Thinkings entwickelt. Zu Beginn des Prozesses wurden die Zielgruppe und die Rahmenbedingungen von ver.di b+b als NPO gründlich analysiert. Aus dieser Analyse ergaben sich auch große Herausforderungen an Teamende und der Bedarf für ein digitales Angebot zur Weiterentwicklung der Arbeit mit Teamenden. Umsetzungsideen und Anforderungen wurden in Workshops mit verschiedenen Beteiligten erarbeitet, gesammelt und konkretisiert. Entstanden ist das Teamendenportal – eine digitale Lern- und Arbeitsumgebung für Teamende. Die Tests des Teamendenportals wird von einem zusätzlichen Online-Bildungsangebot begleitet, das aus sogenannten Schnupperstunden für Teamende als Live-Online-Angebot und verschiedenen Selbstlerneinheiten bestand.

Prototyp

Um digitale Lernangebote für gesetzliche Interessenvertretungen anbieten zu können, braucht es digital kompetent agierende Teamende. Die Zusammenarbeit mit Teamenden hat bisher nicht digital stattgefunden. Um die Kooperation, Kollaboration und Kommunikation zwischen den Teamenden und mit dem Bildungsträger zu fördern, wird ein Teamendenportal geschaffen. Die Kompetenzanforderungen an Teamende verändern sich durch die Digitalisierung: Digitale Kompetenzen werden wichtiger, die Rolle der Teamenden entwickelt sich immer mehr zur Lernbegleitung. Durch passende Bildungsangebote auf dem Teamendenportal wird dieser Herausforderung begegnet. Das Teamendenportal wird in Kooperation mit dem Bildungsträger ver.di GPB entwickelt. Es beinhaltet u.a. folgende Elemente:

  • Offene Austauschräume für Teamende und mit Teamenden
  • Offene Bildungsangebote (inkl. Selbstlerneinheiten)
  • Freie Gestaltungsräume
  • Arbeitsräume für Arbeits- und Konzeptgruppen
  • Materiallager für Bereitstellung und Austausch von Materialien

Die Einführung des Teamendenportals wird von einem niedrigschwelligen Bildungsangebot begleitet, den OnlineBiZ-Schnupperstunden als Live-Online-Veranstaltung. Auch für die hauptamtlichen Bildungsreferent*innen von ver.di b+b gibt es ein Bildungsangebot.

Video

Lessons learned

Der Bedarf für ein Angebot für Teamende wurde aus einer umfassenden Umfrage unter gesetzlichen Interessenvertretungen abgeleitet. Unterschätzt wurde die strukturelle Einbindung der Teamenden beim Bildungsträger, die einer weiteren Analyse bedurft hätte. Die Idee, über ein zentrales Portal und ein begleitendes Bildungsangebot in kurzer Zeit den Großteil der Teamenden zu erreichen, funktionierte daher nicht wie erwartet. Das Bildungsangebot wird nur schleppend angenommen. Es muss mehr Zeit eingeplant werden.

Viele Teamende nahmen die Anforderungen als zusätzliche Belastung und nicht als Bereicherung der Bildungsarbeit wahr. Hier war es wichtig, den Nutzen aufzuzeigen und zu betonen.

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